Gedächtnistätte einer Welt-Tragödie

Der Karmel Mayerling ist der Ort, an dem Kronprinz Rudolph unter Umständen, die bis heute nicht geklärt sind, seinen Tod fand. Diese Seite ist in Arbeit, sie soll die Gedächtnisstätte des Kronprinzen und seiner ebenfalls tot aufgefundenen Geliebten Mary Vetsera vorstellen.

Die Besucher müssen wissen, dass sie sich wirklich an einer historischen Stätte befinden: Wo heute die - prachtvolle - Kapelle der Karmelitinnen steht, befand sich eben jenes Schlafzimmer, in dem sich die Tragödie ereignete. Durch Schautafeln wird einem die Geschichte des 30. Jänner 1889 vor Augen gestellt.

Mit Kronprinz Rudolf starb seine Geliebte Mary Vetsera; sie wurde bei Nacht und Nebel in das nahe gelegene Heiligenkreuz gebracht und dort verscharrt. Das Grab der unglücklichen 17-jährigen wird noch heute von vielen Menschen besucht...

Mit Kronprinz Rudolf sank faktisch auch das Habsburger-Reich ins Grab. Die Umstände der Tragödie sind - trotz aller Spekulationen - bis heute nicht aufgeklärt und werden es wohl auch nie sein...

Öffnungszeiten

Öffnungszeiten der Gedächtnisstätte

Sommer: 9.00-18.00 Uhr
Winter:   9.00-17.00 Uhr
An Sonn- und Feiertagen ab 10:00 Uhr

Karfreitag und Karsamstag geschlossen
 
Gottesdienste:

Montag bis Samstag: 6.45 Uhr (außer am Freitag)
Sonn- und Feiertage: 19.00 Uhr

Anfragen:

Karmel St. Josef
A-2534 Mayerling 3
Tel.  +43-2258-2275
Fax +43-2258-2275-75

Ausstellungsräume

Das heutige Karmelitinnenkloster wurde an eben der Stelle gebaut, wo sich am 30. Jänner 1889 die Tragödie von Mayerling ereignete.

Von der Einrichtung des Jagdschlosses des Kronprinzen Rudolf sind Einrichtungsgegenstände erhalten, die bei einer Führung besichtigt werden können. Interessante Schautafeln schildern die dramatischen Stunden der Tragödie.


Unter anderem sieht man den prunkvollen Stiftungskelch von Kaiser Franz Joseph I. und bald auch den Sarg, in dem Mary Vetsera bis 1945 beigesetzt war...

Kronprinz Rudolf

Kronprinz Rudolf wurde in der Kaisergruft in Wien bestattet. Mary Vetsera, die mit ihm den Tod fand, wurde hingegen auf dem Friedhof in Heiligenkreuz beigesetzt.

Für Kaiser Franz Josef I. und seine Gattin Elisabeth war der Tod des einzigen Sohnes eine Lebenskatastrophe...

Der Kaiser schreibt:

"Nach dem namenlosen Unglück, welches Mich durch das Hinscheiden Meines innigstgeliebten Sohnes, des Kronprinzen Erzherzogs Rudolph getroffen, habe ich den Entschluss gefasst, an dessen Sterbestelle ein Kloster erbauen zu lassen und dasselbe dem Orden der Karmelitinnen zu widmen."
Ischl, am 7. August 1890

Franz Joseph m. p.

Die Kirche

Das Herz des Karmelitinnenklosters ist die Kirche, die in einem ganz eigenen neoklassizistischen Stil errichtet ist. Der Altar befindet sich genau über der Stelle, wo das Bett stand, in dem Kronprinz Rudolf und Mary Vetsera tot aufgefunden wurden. Dort wird täglich die Heilige Messe gefeiert.

Im Rahmen einer Führung durch das Kloster besichtigt man diesen heiligen Ort an historischer Stätte. Eindrucksvoll ist auch die Seitenkapelle, in der sich eine Statue der schmerzhaften Gottesmutter befindet, die die Kaiserin Elisabeth stiftete. Sie zeigt die Madonna, wie ihr Herz von einem Dolch des Leidens durchbohrt wird. Die Stifterin Kaiserin Elisabeth konnte nicht wissen, dass sie selbst einmal eines solchen Todes sterben würde...

Der Sarg der Mary Vetsera

Eine makabere Attraktion des Karmel Mayerling ist, dass dort seit 2007 der Original Sarg der Mary Vestera ausgestellt ist, in dem die unglücklich Baronesse von 1889 bis 1945 auf dem Heiligenkreuzer Friedhof bestattet war.

Dieser Prunksarg wurde am Ende des 2. Weltkrieges von Grabplünderern brutal aufgebrochen, die Spuren der Zerstörung sind gut sichtbar. Neben dem Sarg liegen auch einige jener Holzplanken des provisorischen ersten Sarges, in dem Baronesse Vetsera die ersten paar Monate notdürftig verscharrt war...

Die makaberen Schaustücke erinnern dan das tragische Schicksal zweier Menschen. Für ihr Seelenheil - und die Nöte und Sorgen aller Menschen - beten die Karmelitinnen, die im ehemaligen Jagdschloss ihr Kloster haben.

Lebensgrundlage der Karmelitinnen

Die Karmelitinnen von Mayerling leben verborgen und einfach. Ihre Einkünfte beziehen sie fast ausschließlich aus den Eintrittspreisen. Ein Eintritt mit Führung kostet 2 Euro.

Daher freuen sich die Karmelitinnen, wenn Gäste, Pilger, Touristen und Reisebusse die Gedächtnisstätte des Kronprinzen Rudolf besuchen. Man bekommt ja doch in der Kirche und in den anschließenden Schauräumen ein Gefühl für die Atmosphäre des 30. Jänner 1889.

Das Foto zeigt eine gut gelaunte Reisegesellschaft vor der Besichtigung der Gedächtnisstätte. Die Schwestern sind auf die Einkünfte aus den Eintrittspreisen angewiesen.



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